Der Preis

Seit 1978 wird von der SPD Charlottenburg der antifaschistische Jugendmedienpreis DAS ROTE TUCH verliehen.

Der Anlaß war, dass immer häufiger Verharmlosungen, Entschuldigungen, Verständnis bis hin zu bestürzend unreflektierten Sympathien für Taten und Ideologie der Nationalsozialisten in Teilen der deutschen Gesellschaft spürbar wurden.

Besonders alarmierend war, dass vor allem Jugendliche zu verspäteten Mittätern zu werden drohten.
So fühlten sich engagierte Sozialdemokraten der langen antifaschistischen Tradition der deutschen Sozialdemokratie verpflichtet und der Name DAS ROTE TUCH sollte Erinnerung und Ansporn zugleich sein.

In der Ausschreibung heißt es: Es werden Werke ausgezeichnet, in denen antidemokratische oder neofaschistische Tendenzen in unserer Gesellschaft kritisch dargestellt, demokratisches Handeln der jungen Generation insbesondere auch gegenüber Minderheiten gefördert und zur Immunisierung gegen antidemokratische Bestrebungen in unserer Republik beigetragen wird.

Bis heute hat es eine engagierte Jury verstanden, diesem hohen Anspruch sowohl politisch als auch künstlerisch gerecht zu werden.Davon zeugen die Preisträger:
das Grips-Theater Berlin, die Schriftstellerin Inge Deutschkron, der Schöpfer der Stolpersteine Gunter Demnig, der international geachtete Berliner Autor Klaus Kordon oder das Theater Strahl, um nur einige zu nennen.

Laudatoren waren u.a. Wolfgang Thierse, Walter Momper, Steffen Reiche, Uwe
Karsten Heye oder Ines Pohl.

Verliehen wird der Preis alle zwei Jahre und ist dotiert mit 2500 €.

 

Einen Bericht von der letzten Preisverleihung im März 2018 finden Sie hier.